KSG Bieber zieht zurück
Der Alptraum eines jeden Vereins ist für die KSG Bieber wahr geworden.
Nach zwei Aufstiegen in den letzten 5 Jahren und dem letztjährigen Klassenerhalt bekam Bieber keine konkurrenzfähige Mannschaft mehr zusammen und musste seine Mannschaft vom Spielbetrieb in der BOL abmelden. Weil die 2. Mannschaft der KSG nur in der C-Klasse spielt, muss die KSG dort einen Neuanfang wagen.
Auf der Homepage der KSG (http://www.ksgbieber.de) ist zu erfahren, dass der Verein die sieben alters- und verletzungsbedingten Abgänge nicht ersetzen konnte. Jens Hofmann, Jugendkoordinator der KSG, sieht die Gründe darin, dass es im letzten Jahrzehnt versäumt wurde, eine ausreichende Anzahl eigener Jugendspieler hervorzubringen.Auch die Verpflichtung auswärtiger Spieler schien für den Verein finanziell nicht möglich, obwohl die KSG mit 1.000 Mitgliedern doch recht mitgliedsstark erscheint.
Hofmann sieht zukünftig nur einen Weg: Die Förderung und Intensivierung der Jugendarbeit. Man darf gespannt sein, ob dies gelingen wird. Denn nach dem Absturz in die C-Klasse wird es natürlich auch schwieriger werden, talentierte Spieler im Verein zu halten.
Ein Horrorszenario also für die Verantwortlichen der KSG. Gleichzeitig aber auch ein Alarmsignal für viele andere Vereine, die ähnliche strukturelle Probleme haben. Mit ähnlichen Nachrichten ist deshalb auch in den kommenden Jahren zu rechnen.
