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Landesliga-Pressestimmen 7. SpT

Herbsttristesse auf der Södeler Bank

Schaut einer aus dem Handball Bezirk Gießen auf die Landesliga-Tabelle muss ihn das Grauen packen. Von den 5 heimischen Vereinen hängen 4 auf den letzten Tabellenplätzen. Nur Mainzlar rangiert im Mittelfeld und war auch an diesem Wochenende das einzige Team, das wenigsten einen Punkt ergatterte.
Dabei war die Södeler Niederlage in Petterweil doch recht deutlich. Die Bley-Truppe pausiert am nächsten Wochenende bevor dann die Richtungsweisende Partie gegen Goldstein auf dem Programm steht.

Denn da treffen Leidensgenossen auf einander, denn Goldstein kam am Wochenende in Münster mit 29:43 unter die Räder. Goldsteins Betreuer Wagner war auf deren Homepage ähnlich ratlos wie die Södeler: „Wir haben jetzt 2 Wochen Zeit uns Gedanken zu machen was in den letzten beiden Spielen los war und wie wir das wieder in den Griff bekommen.“ Laut Bericht auf der Goldsteiner Homepage führte Goldstein in Münster 10:7 und Münster konnte erst in der Schlussphase der ersten Hälfte den Spieß umdrehen und ein 18:17 mit in die Pause nehmen.  Die Goldsteiner – die auf die gesperrten Nelles und Adamski sowie den verletzten Brenning verzichten mussten – leisteten sich nach der Pause aber einen Blackout und erlaubten Münster auf 24:19 wegzuziehen. Da war das Spiel dann praktisch gelaufen.
 „Schade, es war mehr drin.“ war Hüttenbergs Trainer Axel Spandau laut Giessener Anzeiger trotz einer 29:32 (15:17)-Niederlage des TV Hüttenberg II bei Aufsteiger TSG Eddersheim nicht ganz unzufrieden mit den Leistungen seiner Schützlinge. Die Hausherren waren zwar immer in Front, nach 50 Minuten glich der TVH aber zum 25:25 aus. Am Ende stand aber wieder eine Niederlage zu Buche, auch wenn Spandau meinte: „Es geht aufwärts, auf dieser Leistung können wir aufbauenund sprach von „einer kämpferisch guten Leistung“ seiner Mannschaft.
Ironisch stellt der „Giessener Anzeiger“ fest, dass die Wettenberger Serie hält. Denn auch im dritten Heimspiel gab es keinen Sieg. Ober Eschbach gewann 29:27 und für die Launsbacher ist klar: Die HSG steckt nun im Abstiegskampf und wird sich mächtig ins Zeug legen müssen, um schnell in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Trainer Mack war die Enttäuschung anzusehen. „Wir haben wieder die Big Points nicht gemacht und durch eigene Fehler einen möglichen Sieg verschenkt.“ In der Tat waren es einfachste technische Fehler, die der Mack-Sieben im Wege standen. Dabei drehte Eschbach zwar durch einen 8:1-Lauf das Ergebnis von 5:8 auf 13:9 um, bis zum 24:25 (53.) konnte sich aber keine Mannschaft absetzen.  Nicht weniger als sechs Ballverluste der Wettenberger in den letzten fünf Minuten ließen die Gäste aus dem Taunus dann jubeln. Stark bei Eschbach war der 10fache Torschütze Witzke.
Mit taktischer Raffinesse erarbeitete sich Handball-Landesligist HSG Hochheim/Wicker laut „Wiesbadener Tageblatt“ einen 23:20 (15:8)-Sieg bei der HSG Dilltal. Die Weinstädter starteten zunächst mit einer einfachen Manndeckung gegen Weigel. Doch als plötzlich Henß gleich zu Beginn drei Treffer in Serie erzielte, stellte Koch auf doppelte „Bewachung“ um. Dies erwies sich als der richtige Schachzug, denn die Gastgeber fanden kein passendes Konzept gegen diese Maßnahme. Der Gast gewann, obwohl Dilltals Torhüter Rocksien einen guten Tag hatte und daran beteiligt war, dass Dilltal nach einem 14:20 noch auf 19:21 heran kam.  „Wir haben uns hier als echte Einheit präsentiert. Das war ganz entscheidend“, gab’s ein dickes Lob von Hochheims Trainer Koch.
Stark begonnen und stark nachgelassen – so das Fazit der Presse beim 22:27 der HSG Anspach/Usingen gegen die TSG Oberursel.  „Wenn man so einen Gegner schlagen will, muss man 60 Minuten konzentriert spielen“, sagte HSG-Trainer Thomas Heller nach dem Spiel. Das waren die Anspacher zumindest am Anfang und führen nach 20 Minuten 10:8.  „Wir haben lange gebraucht, um unseren Rhythmus zu finden“, befand Oberursels Coach Reinhard Schmidt. Die TSG fand dann aber besser ins Spiel und kam zu einer 13:12 Halbzeitführung. Nach dem Wechsel war es dann schnell um die Sieghoffnungen der Gastgeber geschehen. Das 21:15 (44.) durch Alen Krmek bedeutete schon die Vorentscheidung für die Gäste. In den ersten 18 Minuten der zweiten Hälfte gelangen den Gastgebern nur vier Tore. Zu wenig gegen einen ambitionierten Gegner wie die TSG.
Den einzigen Punkt der Giessener Landesligisten holte der TV Mainzlar, der sich zu Hause beim 28:28 mit dem TV Idstein die Punkte teilte.
Allerdings fragte sich der „Giessener Anzeiger“: Punkt verloren oder gewonnen? „Wir haben es versäumt schon vor der Halbzeit eine gewisse Vorentscheidung herauszuwerfen“, war die Aussage von Trainer Thomas Volkert. Denn Mainzlar führten 10:6 (17.) und 24:21 (48.). Dann drehte Idstein den Spieß um und ging selbst 28:26 (56.) in Führung. Pytlik und Höpfner glichen dann aus, bevor die letzten drei Minuten torlos verliefen. Erfolgreichster Werfer bei Idstein war David Welsch mit 5 Treffern, obwohl der wegen 3 Zeitstrafen die zweite Halbzeit nicht mehr auf dem Feld stand.