Pressestimmen vom 15. November
Zwei Personalien stechen an diesem Spieltag besonders ins Auge: Bei der TSG Ober Eschbach half Ex-Trainer Thomas Jäth als Torhüter aus und avancierte zum Matchwinner. Beim TV Petterweil stand Oldie Dusan Petek auf dem Spielberichtsbogen. Während der Einsatz bei „Bodo“ Jäth seine Vorbereitung auf die Weihnachtszeit empfindlich gestört haben dürfte, sind die Chancen von Dusan Petek auf einen weiteren Fresskorb dadurch erheblich gesunken. Geholfen haben die Einsätze auf jeden Fall, denn Petterweil und Eschbach gewannen ihre Spiele. Dabei ist der Eschbachs Auswärtssieg in Mainzlar schon eine Überraschung. In die Spur gefunden zu haben scheinen auch die Wettenberger, die beim starken Aufsteiger Eddersheim punkteten.
«Wir haben gewackelt, sind aber nicht umgefallen und so mit einem blauen Auge davongekommen», lautete in der FNP das Fazit der TSG Oberursel nach dem 30:29-Zittersieg beim VfL Goldstein. Oberursel – das am Samstag den TSV Södel erwartet – zeigte in der Abwehr ungewohnte Abstimmungsprobleme. Während Goldstein zur Halbzeit 14:13 führte, stand es nach 40 Minuten 21:17 für den Tabellenzweiten. Goldstein drehte den Spies aber noch einmal um und führte zehn Minuten vor Schluss mit 26:23. Am Ende hatte der Favorit aber doch den längeren Atem.
Auch Spitzenreiter TV Idstein tat sich schwer, am Ende musste sich die HSG Anspach/Usingen aber knapp mit 26:28 beugen. «Wir hätten definitiv gewinnen können», bemängelte HSG Anspach/Usingens Trainer Thomas Heller in der FNP die schlechte Chancenauswertung und Disziplin. Vier Minuten vor Schluss stand es noch 25:25. Nach Zeitstrafen nun permanent in Unterzahl agierend, gelang den Heller-Schützlingen dann aber nur noch ein Treffer und der Weg zum 28:26-Sieg war frei für die Idsteiner.
Durch einen Betriebsunfall war Torwart Sven Grauer kurzfristig ausgefallen, so dass Oldie und Ex-Trainer Thomas Jäth bei der TSG Ober-Eschbach ins Team rückte. Diese gerieten mit 2:7, 7:13 und 9:15 ins Hintertreffen, verkürzte den Rückstand bis zur Pause aber auf 13:15. Im zweiten Durchgang bestimmte Mainzlar erst eindeutig das Geschehen und führte klar mit 21:15, 22:17 und dann sogar 27:19. Da waren noch elf Minuten zu spielen. Nun kam Oldie Thomas Jäth ins Tor. «Und dieser avancierte zum besten Mann in der Halle», freute sich TSG-Trainer Gabriel Marian in der FNP. Jäth ließ nur noch zwei Treffer zu und war damit Garant für den Umschwung. Die Gäste starteten eine furiose Aufholjagd, drehten nun mächtig auf und waren beim 27:27 tatsächlich wieder dran. Und nach letztmaligem Rückstand (27:28) erzielte Jochen Zimmer nur wenige Sekunden vor dem Abpfiff das Siegtor zum 30:29.
Dagegen konnte der TV Hüttenberg II auch im Derby in Dilltal Negativserie nicht beenden und bleibt nach dem 22:27 weiter Tabellenletzter. Der Giessener Anzeiger berichtet von einer Partie mit vielen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten. Allerdings hatte Dilltal weitgehend die Nase vorn. Nach der 10:7 Halbzeitführung erhöhten die Gastgeber bis zur 40. Minute bereits vorentscheidend auf 15:9 „Wir haben über 3:2:1, 4:2 und 3:3 alles probiert, aber im Moment bekommen wir einfach nichts auf die Reihe“ so der TVH-Coach.
Zur ungeduldig war laut Wiesbadener Tageblatt die TG Hochheim bei ihrem Gastspiel in Petterweil. „Es war ein Spiel zweier disziplinierter Teams auf Augenhöhe.“ war das Fazit von Hocheim Coach Kochs. Am Ende fehlte nicht viel und die Gäste hätten aus Petterweil Zählbares mitgenommen. Zwei Aspekte waren laut Koch spielentscheidend. „Wir haben im Angriff zu wenig Geduld gezeigt und Petterweils Kreisläufer nicht in den Griff bekommen“ Und so drehten die Gastgeber eine 15:14-Führung der Gäste binnen weniger Minuten in ein 17:15 um. Spätestens beim 28:25 in der Schlussphase war die Messe dann endgültig zu Gunsten der Petterweiler gelesen.
„Wir haben heute 45 Minuten lang den besten Handball unserer bisherigen Saison gespielt, danach bauen wir den Gegner wieder selbst auf“, bilanzierte HSG-Coach Mack im Giessener Anzeiger den 24:25-Sieg der HSG Wettenberg bei der TSG Eddersheim. Ein Spiel dauert allerdings 60 Minuten und fast hätten die Gäste den Sieg noch verspielt. Wettenberg führte zu Pause 13:6 und eine Viertelstunde vor Ende 19:11. Dann kam plötzlich der Einbruch. Nun leistete sich die HSG gegen die fast komplett auf neun Metern agierende Abwehr der Hausherren zahlreiche Fehler, schien hinten platt und so schrumpfte die komfortable Führung Tor um Tor. Binnen zehn Minuten holte die TSG sechs Tore auf, 23:21 (56.), 90 Sekunden vor dem Ende fiel der Ausgleich, 24:24. Jonas Leib markierte dann den entscheidenden Treffer.
