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Pressestimmen vom 6.12.10

Die Nachrichten der Woche kamen aus dem Bezirk Gießen: Während die HSG Dilltal Matthias Wendlandt reaktiviert hat, warf in Mainzlar Trainer Volkert am Mittwoch das Handtuch. Ab sofort sitzt dort der alte Interimscoach Michael Gilbert wieder auf der Bank.  Auf dem Spielfeld ließ sich das Spitzentrio dieses Wochenende nicht lumpen. Überraschend dagegen der Auswärtssieg der HSG Dilltal in Eddersheim. Auch der TV Hüttenberg unterlag zu Hause dem VfL Goldstein, obwohl Hüttenberg auf Stefan Lex zurückgreifen konnte, der nach seinem Kreuzbandriss erste Gehversuche macht und gleich sechsmal traf. Am Wochenende kommt es dann gleich zu zwei richtungsweisenden Partien: Denn zum einen trifft das Spitzenduo Oberursel und Idstein aufeinander; zum anderen die beiden Tabellenletzten Södel und Hüttenberg.

Dabei braucht der TSV Södel am Samstag unbedingt ein Erfolgserlebnis. Nicht nur, um notwendiges Selbstvertrauen zu tanken, sondern auch, um den derzeitigen 6-Punkte-Rückstand auf den rettenden viertletzten Platz nicht weiter anwachsen zu lassen. Denn auch am Samstag war es wieder nichts mit den Punkten. Das Wiesbadener Tageblatt bescheinigt dabei dem Idsteiner Trainer Martin Cremers ein goldenes Händchen. Denn als Schlüssel für den Sieg wurde der Torwartwechsel von Klinsmann auf Kunkel ausgemacht. Das zeigt aber auch wo es beim TSV Södel derzeit hapert: 19 Tore sind einfach zu wenig um zu punkten.

Nicht viel besser erging es dem nächsten Gegner. Der TV Hüttenberg unterlag zu Hause dem VfL Goldstein 27:29. Goldstein gestaltete dabei die erste Hälfte ausgeglichen und nahm eine 13:11-Führung mit in die Pause. Hüttenberg drehte den Spieß zwar noch zum 14:13 um, eine starke Goldsteiner Phase führte aber bis zur 45. Minuten zu einer 19:14-Gästeführung. Dass die junge Hüttenberger Truppe aber kämpft, zeigt die Tatsache, dass die Gastgeber noch einmal aufholten und in der 57. Minute auf 25:25 ausglichen. Goldsteins Kleiber stellte dann mit zwei Toren den

 Was für eine Tragödie für den Handball-Landesligisten HSG Hochheim/Wicker!

Der gerade erst zu Beginn dieser Saison aus einer langwierigen Verletzungspause zurückgekehrte Markus Czmok verletzte sich in der Partie gegen Spitzenreiter TSG Oberursel in der 56. Minute erneut an der Schulter und wird wohl wieder lange ausfallen. Da wurde die knappe 29:32 (16:16)-Niederlage der Weinstädter fast zur Nebensache, schreibt der Wiesbadener Kurier. Czmok war bis dahin immerhin Hochheims Bester und hatte 7 Treffer erzielt. Insgesamt schlugen sich die Hausherren durchaus wacker. Nach dem Seitenwechsel legte das Koch-Team sogar eine Zeit lang vor, ehe der Favorit eine kleine Schwächephase der Gastgeber ausnutzte und auf 28:24 (51.) davonzog. Die Weinstädter kämpften sich trotz der Verletzung von Czmok noch einmal heran, vergaben beim 29:31 allerdings einen vielversprechenden Konter und damit auch die letzte Chance auf Punkte.

Die TSG Münster II musste gegen den TV Mainzlar mit einem Unentschieden zufrieden sein. «Wir waren im Angriff zu statisch und auch in der Abwehr nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte», war Münsters Trainer Stefan Hartmann in der FNP unzufrieden. Dennoch lief es nach der Pause besser, seine Mannschaft hielt bis zum 24:20 (52.) eine Führung. Danach ging nicht mehr viel. «Wir haben einen Siebenmeter vergeben und einen Gegenstoß verstolpert, ehe Tobias Clasen sechs Sekunden vor Schluss noch zum Ausgleich getroffen hat», war der Trainer wenig begeistert.

Die HSG Dilltal trat erstmals wieder mit dem reaktivierten Rückraumspieler Matthias Wendlandt an, der acht Mal traf und den laut FNP die HSG Eddersheim kaum in den Griff bekam. Beim Stand von 11:11 (18.) vergab Eddersheim  einen Siebenmeter und geriet anschließend mit 13:17 in Rückstand. Beim 24:25 (41.) sah Conradt nach einem Foul die rote Karte, was die Gäste zu vier Toren in Folge nutzte (46.). Am Ende siegte Dilltal 35:31.

Kein Mittel gegen Duo Peschke/Olbricht fand laut FNP die TSG Ober Eschbach beim  25:30 gegen den TV Petterweil. Dabei lieferten sich die TSG Ober-Eschbach und der TV Petterweil bis kurz nach dem Seitenwechsel ein offenes Derby. Bis dahin hatten die Hausherren vier Mal in Front gelegen. Bei Eschbach avancierte Nachwuchsspieler Karsten Gottlieb in der Rolle des Spielmachers zum besten Akteur und zudem mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze war. Nach Wiederanpfiff hieß es allerdings schnell 12:13. Beim 13:13 bzw. 14:14 vermochten die Gastgeber zwar nochmals gleichzuziehen, doch fortan mussten sie permanent den Petterweilern die Führung überlassen. Spätestens beim 22:26 (51.) war die Vorentscheidung gefallen. Mitentscheidend für die verdiente 25:30-Niederlage war auch, dass man die Petterweiler Torjäger Peschke (11 Tore) und Olbricht (8 nicht in den Griff bekam.

Eine Fünfminütige „Auszeit“ vor der Pause kostet laut Usinger Anzeiger die HSG Anspach/Usingen ein besseres Resultat um am Ende beim 26:30 in Wettenberg die Punkte. Dabei traf Bogdan Ghinea für seine Mannschaft zehn Mal, besser noch war Wettenbergs Sebastian Kneissl mit 12 Toren.  „Nimmt man Minute 25 bis 30 aus, haben wir nicht schlecht gespielt“, konstatierte Gästetrainer Thomas Heller hinterher. Denn den Gastgebern fiel gegen die robust agierende Deckung zunächst nicht allzu viel ein und es stand nach 22 Minuten 8:9. . Doch dann kam Minute 25. Nacheinander flogen dem chancenlosen Gästetorwart Thomas Michel die Bälle um die Ohren und bis zur Pause stand es 18:10 für die Gastgeber. „In den fünf Minuten vor dem Seitenwechsel waren wir ganz stark. Deswegen kann ich auch über die letzten 20 Minuten locker hinwegsehen“, so Wettenbergs Coach Eckhard Mack nach der Partie. Nach dem 22:12 durch Kneissl (38.) drohte in der zweiten Hälfte ein Debakel. Aber die Gäste warfen ihre Kampfkraft in die Waagschale. Nur noch 26:22 heiß es plötzlich bis ein Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Herr die letzten Hoffnungen zerstreuten (54.).