Pressestimmen vom 13.12.2010
Die Überraschung an diesem Wochenende lieferte zweifelsfrei der TV Idstein ab, dessen Auswärtssieg beim Spitzenspiel in Oberursel alleine schon wegen des Ergebnisses von 29:22 staunen lässt. Zwischen diese beiden hat sich jetzt der TV Petterweil geschoben, der die HSG Wettenberg bezwang. Tristesse dagegen in Södel. Der Aufsteiger konnte auch gegen den Tabellenvorletzten nicht punkten und hat jetzt schon 6 Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Die letzte Chance vor Weihnachten bietet sich am Sonntag in Obereschbach, die ebenfalls in der Krise stecken.
Beim TV Hüttenberg ist man natürlich froh über die beiden Punkte gegen den Abstiegskampf. Gerade weil man mit 5 A-Jugendlichen die Reise nach Wölfersheim angetreten hatte. TVH-Coach Spandau fasste im Giessener Anzeiger zusammen: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit über die Deckung gewonnen, und in der zweiten Halbzeit war es ein reiner Arbeitssieg.“ In Södel ist man dagegen ratlos insbesondere ob der katastrophalen Torausbeute. Mit 300 Toren stellt der Aufsteiger nun den schwächsten Angriff.
Nicht viel besser ergeht es Södels nächstem Gegner. Die TSG Ober Eschbach kehrte mit einer 20:27-Niederlage aus Goldstein heim. Dabei hatten die Gäste den besseren Anfang und führten 2:0 und 6:3. Goldstein glich nach 20 Minuten aber zum 8:8 aus und führte zur Halbzeit 15:12. „Wir hatten eine Wurfausbeute von 20 Prozent und machten zudem viele technische Fehler», musste TSG-Trainer Gabriel Marian mitansehen, wie es fortan mit seiner Truppe bergab ging. Nach 45 Minuten war die Partie beim 19:13 praktisch entschieden. « «Ich kann die schlechte Leistung, wie übrigens auch die Spieler selbst, einfach nicht erklären», zeigte sich der Coach in der FNP ratlos.
Die HSG Dilltal lebt von der Reaktivierung von Wendlandt, der auch beim 37:31 gegen Mainzlar 10 Tore warf. Mainzlar trat zwar ersatzgeschwächt an, hielt aber die erste Halbzeit mit. Mit 15:15 wurden die Seiten gewechselt. Nach 40 Minuten schwanden bei Mainzlar aber die Kräfte, Dilltal setzte sich auf 26:21 ab und ließ sich auch in der Folge nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.
Der TV Petterweil kam anfangs gegen die HSG Wettenberg ordentlich ins Schleudern. 3:0 und 6:3 führte die Gäste bevor der TV in Schwung kam und 7:6 in Führung ging. In der Folge führte Petterweil knapp und ging mit 12:10 in die Pause. In der 2. Hälfte führte der TV nach 45 Minuten 18:15 und erhöhte zehn Minuten vor Schluss auf 21:17. Am Ende sprang ein knappes 25:23 heraus. „Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht und den Gastgebern in der Schlussphase zu leichte Tore zugelassen“, bilanzierte Wettenbergs Trainer Mack im Giessener Anzeiger. „Was allerdings in Sachen Schiedsrichter in dieser Saison abläuft, das kann ich nicht verstehen“, war sich der HSG-Coach mit Petterweils Trainer Ernst einig, der auch eine sehr dürftige Leistung der Unparteiischen gesehen hatte.
Voll des Lobes ist das Wiesbadener Tageblatt natürlich ob des 29:22-Sieges des TV Idstein in Oberursel. Mit einer Leistung, die eines Spitzenspiels würdig war, mit einem Auftritt, der sogar TVI-Trainer Martin Cremers ins Schwärmen brachte: „Dass wir ausgerechnet in einem solch wichtigen Spiel unsere mit Abstand beste Saisonleistung abrufen, ist sensationell“, jubelte der 46-Jährige. Bereits zu Halbzeit führten die Gäste vor 600 Zuschauern 13:10. Dann lief es für Oberursel besser. Sie ließen in den ersten sieben Minuten des zweiten Durchgangs lediglich einen Treffer zu, übernahmen beim 15:14 erstmals wieder die Führung und schienen drauf und dran, den Hebel umzulegen. Doch die Fehlerquote war laut FNP einfach zu hoch. Nach dem 19:22 wurden zudem innerhalb von acht Minuten fünf Siebenmeter verworfen. So hieß es sechs Minuten vor Schluss 22:25. Und da die Hausherren in der Endphase kein einziges Mal mehr trafen, hieß es schließlich 22:29.
Wichtige Punkte sammelte auch die HSG Anspach/Usingen beim 26:21 gegen die HSG Eddersheim. Laut Usinger Anzeiger überragte dabei Torhüter Michel, der 23 Bälle – darunter vier Strafwürfe - hielt. HSG-Coach Heller atmete tief durch: „Da die Konkurrenten alle gepunktet haben, zählt dieser Sieg fast doppelt“. Dagegen resümierte Eddersheims Trainer Thomas Schmidt „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen und haben die Partie daher verdient verloren“.
Hochheim/Wicker hat anscheinend die erneute Verletzung von Czmok noch nicht verkraftet und unterlag zu Hause der TSG Münster mit 28:31. «Wir waren unsicher, fast ein bisschen zu hastig und sind am Anfang gar nicht ins Spiel gekommen», beschrieb Hochheims Trainer Helmut Koch in der FNP die Anfangsphase, in der seine Mannschaft schnell klar in Rückstand geriet. Die Gäste dominierten, hatten sich kurz vor der Halbzeit beim 19:9 einen Zehn-Tore-Vorsprung herausgespielt. Die zweite Hälfte gestalteten die Gastgeber dann besser. «Wir haben wohl gedacht, das geht nach dieser starken ersten Halbzeit auch mit weniger Einsatz so weiter», sah Münsters Trainer Stefan Hartmann die plötzlichen Probleme seines Teams, das in der 51. Minute nur noch mit 25:22 führte, den knappen Vorsprung aber über die Zeit rettete.
