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6. Spieltag: TG Friedberg - TSV Södel 21:23

2004-11-07 10:35:57

TSV Södel siegt im Derby in Friedberg 23:21

Lange Zeit war das Derby ausgeglichen. Am Ende hatte Södel verdienter Maßen knapp die Nase vor. Aufgrund einer starken zweiten Hälfte entführten die Gäste nach einer 11:9 Pausenführung mit 23:21 beide Punkte.

 "Wir können ihn ja nicht wegjagen,." war meine scherzhafte Antwort, als Bodo Jäth nach dem Spiel lamentierte: "Immer wieder der Kammer!" Sicher, Eckhard Kammer hatte in der Schlussphase erheblichen Anteil, dass die Södeler mit einem 23:21-Sieg beide Punkte aus Friedberg entführten. Aber Friedberg scheiterte nicht alleine am Södeler Torhüter. Man muss auch eingestehen, dass die bessere Mannschaft gewann. Denn die Södeler agierten insbesondere in der Abwehr aggressiver als die Hausherren und zeigten sich zumindest in der Schlussphase auch cleverer im Abschluss. Wenn dann noch ein Keeper wie Eckhard Kammer im Tor steht - umso besser. 45 Minuten allerdings war das Spiel völlig ausgeglichen. Friedberg führte durch zwei Glaub-Tore und einen Siebenmeter durch Rosenschon schnell mit 3:0 (5.). Zwei Tore von Bastian Lind brachten Södel aber wieder heran. Schäfer und Hofmann sorgten in der 11. und 13. Minute dafür, dass das Spiel mit 4:4 wieder ausgeglichen war. 5 Minuten später brachte Steffen Rosenschon die Kreisstädter per Siebenmeter zwar 7:5 in Front, die nächsten Minuten aber dominierten die Gäste. Fünf Tore in Folge erzielten die Södeler. Der Lauf wurde nach 26 Minuten durch das Tor von Sascha Thönges zur 10:7-Führung abgeschlossen. Rosenschon traf für Friedberg (26.), Bastian Lind für Södel (29.) und Lebeau traf zum 9:11 Halbzeitstand. Eine nicht gerade torreiche 1. Halbzeit also. Bei den Södelern stand die Abwehr zwar gut, in der Offensive vergab man aber einige gute Chancen. Wie bereits in der ersten Hälfte kamen auch in der 2. Halbzeit die Gastgeber besser ins Spiel. Heuser (32.) und Ehmer (34.) sorgten mit ihren Toren für den 11:11-Ausgleich und dafür, dass die Partie wieder völlig offen war. Die nächsten 10 Minuten dann immer wieder das gleiche Bild: Södel legte vor, Friedberg glich aus. Bei den Gästen traf in dieser Phase immer wieder Thomas Roth, so auch zum 16:15 für Södel in der 46. Minute. Als Karsten Krahn traf und Andreas Hofmann sich am Friedberger Kreis den Ball erkämpfte und auf Dominik Hitzel passte, führte Södel nach 50 Minuten mit 18:15. Von einer Vorentscheidung konnte aber noch keine Rede sein, Pakhourkin und Glaub brachten binnen zwei Minuten die Friedberger auf 17:18 heran. Im direkten Gegenzug war es wieder Thomas Roth, der die Verantwortung übernahm und zum 19:17 traf. Als in der 53. Minute Bastian Lind das 20:17 erzielte, war der Gästesieg schon wahrscheinlicher. Denn Friedberg hatte nichts entscheidendes mehr entgegen zu setzen. Wenn Friedberg traf, traf im Gegenzug auch Södel. Traf Södel einmal nicht, sorgte Eckhard Kammer im Tor dafür, dass nichts mehr anbrannte. So gelang Mangels in der 58. Minute zwar das 20:22, Sascha Thönges machte mit dem 23:20 für Södel in der Schlussminute aber alles klar. Den letzten Treffer des Tages erzielte Friedbergs Rouven Heck zum 21:23 Endstand. Alles in allem ein verdienter Sieg der Gäste, die über 60 Minuten taktisch diszipliniert spielten. Die Einstellung der Mannschaft stimmte und insbesondere auf die Leistung in der zweiten Halbzeit lässt sich aufbauen.   

TG Friedberg: Neumann und Langer im Tor, Rosenschon (5/4), Lebeau (2), Heck (1), Pakhourkin (3), Eisenhardt, Mangels (1), Ehmer (1), Ginter (1), Glaub (5), Heuser (2) 

TSV Södel: Eckhard Kammer und Chris Steube im Tor, Karsten Krahn (2), Bastian Lind (6), Andreas Hofmann (2), Thomas Roth (6/1), Carsten Schäfer (2), Dusan Petek, Jörn Mager, Sascha Thönges (2), Dominik Hitzel (3).