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10. Spieltag: TSV Södel : HSG K/P/G Butzb. 26:25

2004-12-05 10:17:27

Zittersieg nach klarer Führung

 Die erste Hälfte fürs Auge, die zweite Hälfte für die Nerven. Zwei völlig verschiedene Halbzeiten erlebten die Södeler Fans am Samstag gegen die HSG K/P/G-Butzbach. Beim 16:9 zur Halbzeit erweckte der TSV Södel den Eindruck, den Gegner überrennen zu wollen, am Ende muss man den knappen 26:25-Erfolg noch als glücklich bezeichnen.

 Die Södeler fingen an wie die Feuerwehr. Bereits nach 13 Minuten hatte man einen  8:3-Vorsprung herausgespielt. Die Södeler Abwehr stand, Butzbach kam in der ersten Hälfte zu keinen nennenswerten Torchancen aus dem Spiel heraus. In der Offensive präsentierte sich Dusan Petek  in Galaform und erzielte die Hälfte der 16 Tore, die Södel in der 1. Halbzeit warf. Nach 18 Minuten stellte Petek mit dem 12:4 auch schon eine deutliche Führung her. Von den Gästen war bis dahin wenig zu sehen, Södel dominierte das Spiel. Nach 23 Minuten traf Bastian Lind zum 14:5. Strödter und Hartmann verkürzten aber in den folgenden 3 Minuten auf 7:14. In der Schlussphase der ersten Hälfte blieb der Södeler Vorsprung stabil. Petek traf in der 29. Minute mit seinem 8. Tor zum 16:8, Daniel Sohn verkürzte zum 16:9 Halbzeitstand.  Auch die zweite Hälfte begann verheißungsvoll: Dominik Hitzel traf zur Södeler 17:9-Führung. Drei Tore der Gäste, das letzte in der 35. Minute durch Till Strödter ließen den Vorsprung auf 17:12 zusammenschmelzen. Södel geriet aber noch nicht in Gefahr: Thomas Roth und Dusan Petek bauten in der 40. Minute den Vorsprung auf 20:14 aus. Dann wachten die Gäste plötzlich auf. In weniger als 10 Minuten brachten sich die Butzbacher ins Spiel zurück. Auch Eckhard Kammer konnte in dieser Phase den Gegner nicht bremsen: Während er noch einen Siebenmeter von Markus Lex parierte, nahm Till Strödter den Abpraller auf und traf nach 47 Minuten zum 20:21. Björn Oppolzer krönte eine Minute später die Aufholjagd der Gäste mit dem Ausgleichstor zum 21:21. Zu allem Überfluß kassierte Bastian Lind dann auch noch ein rote Karte. Der Rest war fortan Nervensache: Södel war nervös, Butzbach witterte plötzlich seine Chance. Ein Spiel, in dem die Gastgebr lange Zeit wie die sicheren Sieger aussahen, drohte zu kippen. In der 52. Minute erzielte Daniel Sohn beim 23:22 erstmals eine Gästeführung und läutete eine spannende Schlussphase ein. Carsten Lind glich zum 23:23 aus und Dominik Hitzel brachte Södel in der 54. Minute mit 24:23 in Führung. Sohn und Oppolzer drehten den Spies aber wieder um. 3 Minuten vor Spielende lag Butzbach 25:24 in Führung. Södel war aber noch nicht geschlagen, Thomas Roth erzielte den Ausgleich und Dominik Hitzel traf zur 26:25-Führung. In den Schlusssekunden dann noch die Chance für die Gäste, aber Eckhard Kammer hielt den knappen Södeler Sieg fest. Ein Zittersieg nach klarer Führung. Für Butzbach war aufgrund der starken Schlussphase  ein Sieg möglich, den Unterschied machte einmal mehr Eckhard Kammer im Tor aus.  Der TSV Södel hat am Samstag zwei Gesichter gezeigt. Die erste Hälfte stand man in in der Abwehr hervorragend und zeigten auch im Angriff sehenswerte Aktionen. In dieser Phase darf man Dusan Petek und Kalli Krahn besonders hervorheben. In der zweiten Halbzeit lief dann wenig zusammen. In der Schlussphase haben dann insbesondere Eckhard Kammer und Dominik Hitzel Nervenstärke gezeigt und den knappen Sieg gesichert.    

TSV Södel:  Eckhard Kammer und Chris Steube im Tor, Karsten Krahn (4), Bastian Lind (3), Sven Martin Kern, Andreas Hofmann (1), Carsten Lind (2), Thomas Roth (3), Carsten Schäfer, Dusan Petek (9/1), Jörn Mager, Dominik Hitzel (4)    

HSG K/P/G-Butzbach:  Pfaff, Buhlmann im Tor, Mandler, Häuser, Strödter (5), Hartmann (2), Lex (7), Sohn (6), Klein, Oppolzer (2), Fischer (3), Wendt