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19. Spieltag: HSG Mörlen - TSV Södel 20:22

2005-03-06 10:01:41

Glücklicher Södeler Derby-Sieg

 Der TSV Södel hat das Derby in Nieder Mörlen trotz einer überaus dürftigen Leistung mit 22:20 gewonnen. Glücklich, weil die Gastgeber in den Schlussminuten drei Siebenmeterchancen vergaben und sich dadurch selbst um mögliche Punkte brachten.

 Detlef Ernst sprach nachher von der schwächsten Saisonleistung seiner Truppe. Und er hatte recht: Die Södeler Handballer waren am Samstag Abend ganz schlecht aufgelegt und wussten weder in der Abwehr noch im Angriff zu überzeugen. Sei,s drum: Die Punkte gingen nach Södel und der TSV Mörlen steckt noch tiefer im Abstiegssumpf.  Dabei zeigten die Gastgeber zumindest in kämpferischer Hinsicht, dass sie sich noch nicht aufgesteckt haben. Albus und Nowak erzielten bis zur 6. Minute die 2:0-Führung, Carsten Schäfer gelang eine Minute später der erste Södeler Treffer. In der Folge verlief das Spiel auf niedrigen Niveau ausgeglichen. Erst nach knapp 20 Minuten kam Spannung ins Spiel:  Dusan Petek versenkte einen Siebenmeter erst im Nachwurf zum 5:5; Kammer parierte danach glänzend gegen Christopher Dey und Mörlens guter Torhüter Langer zeigte sich beim Siebenmeter gegen Petek auf der Hut. Die erstmalige Södeler Führung durch Mager (23.) und Krahn (Siebenmeter/24.) zum 5:7 konnte aber auch er nicht verhindern. Die HSG steckte aber nicht auf, Nowak verkürzte in der 25. Minute auf 7:8 und Dey glich nach 28 Minuten aus. Zu diesem Zeitpunkt standen allerdings nur 4 Södeler auf dem Feld, weil Hitzel (2x2) und Petek Zeitstrafen kassierten. Trotzdem gelang Bastian Lind der erneute Führungstreffer für die Gäste. Zur Halbzeit führten allerdings die Gastgeber. Denn Winter und Dey besorgten in der Schlussminute die knappe 10:9-Führung.  Wer bei den Södeler Fans dachte, dass man so schwach keine weitere Halbzeit spielen kann, wurde eines besseren belehrt. Denn das Spiel lief weiterhin völlig an den Gästen vorbei. Wenig Druck im Angriffsspiel, eine schlechte Wurfausbeute und schwaches Stellungsspiel in der Abwehr sorgten dafür, dass die Hausherren weiterhin am Drücker blieben. Nur zwei Tore erzielten die Gäste in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte. Kein Wunder also, dass nach 40 Minuten die HSG Mörlen mit 14:11 in Front lag. Erst als Eike See auf Seiten der Gastgeber 2x2-Minuten kassierte, kam Södel wieder auf. Carsten Schäfer, Bastian Lind und Andreas Hofmann glichen bis zur 43. Minute auf 14:14 aus. Bis zum 18:18 nach 51 Minuten herrschte wieder Ausgeglichenheit. Mörlen ging zwar jeweils in Führung, Södel glich postwendend aus. Das Blatt wendete sich dann in der 54. Minute: Andreas Hofmann traf zum 20:19. Dey glich aus, Bastian Lind traf zur 21:20-Gästeführung. Als Eckhard Kammer nach 56 Minuten einen Tempogegenstoß von Winter hervorragend parierte und auf der Gegenseite Karsten Krahn einen Siebenmeter zur 22:20-Führung der Gäste verwandelte, schien die Partie gelaufen. Aber die HSG steckte zwar immer noch nicht auf, brachte sich in der Schlussphase aber selbst um den Lohn: Denn in den letzten drei Minuten zeigten die Unparteiischen dreimal auf den Siebenmeterpunkt: Aber weder Dey, noch Schätzle oder Zuljevic konnten Eckhard Kammer im Södeler Tor überwinden.   

HSG Mörlen:  Schubbert und Langer im Tor, Albus (2), Schätzle (3), Winter (3), Dey (5/2), Walke (1), Otto, Nowak (5), Birkenstock, See, Zuljevic (1)   TSV Södel: Kammer und Hensel im Tor, Krahn (4/4), B. Lind (6), Kern (1), Hofmann (5), C. Lind, Schäfer (2), Petek (1), Mager (1), Thönges (2), Hitzel