6. Spieltag: TSV Södel MSG Linden 19:17
2006-10-21 22:44:33
Zwei Punkte gegen Linden - Södel siegt mit 19:17
Endlich der erste Heimsieg in der neuen Saison. Nach 1:5-Punkte aus den letzten drei Begegnungen rissen sich die Södeler Handballer am Riemen und besiegten die MSG Großen-/Lützellinden mit 19:17 (10:10).
Die MSG Großen-/Lützellinden ist ein Gegner, gegen den man aufgrund seiner Spielweise keinen Schönheitspreis gewinnen kann. Ein solcher Preis ist aber auch unwichtig, wichtiger sind die Punkte. Und die holte sich am Samstag Abend der TSV mit einem knappen 19:17-Sieg. Es war wie erwartet ein hartes Stück Arbeit. Södel Anfangs noch verunsichert, nach den Schlappen in Dilltal und zu Hause gegen Griedel. Deshalb hatten die Gäste den besseren Start und führten durch Volk (2.) und Fink (4.) 2:0. Arvydas Kestawitz scheiterte eine Minute später mit einem Strafwurf an Thorsten Bopf, erzielte aber in der 7. Minute den ersten Södeler Treffer. Linden zeigte, wieso man durchschnittlich weniger als 20 Tore kassierte. Und weil auch Södels Abwehr stand, wurde es richtig zäh. Die Partie war torarm aber schnell, umkämpft und spannend. 5:5 stand es nach einer Viertelstunde. Holger Fink war per Siebenmeter erfolgreich. Dann legten Markus Block und Arvydas Kestawitz ein 7:5 vor (19.). Aber der Vorsprung schmolz wieder dahin. Thomas Volks traf in der 24. Minute zum 8:8 Ausgleich. Auch in der Schlussphase der ersten Hälfte änderte sich das Bild nicht. Jörn Mager traf zum Södeler 10:9, auf der anderen Seite bekamen die Gäste mit der Halbzeitsirene einen Strafwurf zugesprochen. Holger Fink behielt kühlen Kopf und versenkte das Leder zum Ausgleich.
Jörn Mager eröffnete die zweite Hälfte mit dem 11:10 (33.) aber das Bild änderte sich nicht. Beide Abwehrreihen kämpften um jeden Ball, in der Offensive taten sich die Kontrahenten aber schwer. Im Gegensatz zu den letzten Begegnungen ließ bei den Gastgebern aber auch die Konzentration nicht da. Endlich einmal agierte die Mannschaft 60 Minuten ohne nennenswerte Schwächephase. Denn eine solche konnte man sich bei dem knappen Spielverlauf auch wahrlich nicht erlauben. Nach dem 12:11 durch Block parierte Chrissie Steube zwar einen Siebenmeter von Fink, musste aber dessen Nachwurf passieren lassen. Noch schlimmer: Fink verwandelte kurz danach einen Strafwurf zur knappen 13:12 Gästeführung (40.) Als Kestawitz dann per Siebenmeter ausglich, vielleicht ein Szene die vielleicht sogar spielentscheidend war: Eckhard Kammer wehrte einen Strafwurf von Fink ab. Nicht nur, dass der dadurch die Führung der Gäste verhinderte, er holte sich soviel Selbstvertrauen, dass er in den nächsten Minuten mit einigen starken Paraden wesentlich zum Sieg beitragen konnte. Denn seine Vorderleute ließen sich die Chancen nicht entgehen: Dominik Hitzel mit dem 15:14 (47.) und Bastian Lind mit zwei Toren in der 50. und in der 54. Minute zum 17:14 sorgten schon für eine Art Vorentscheidung. Andreas Hofmann hätte dann den Sack endgültig zumachen können, scheiterte aber am Pfosten. Auf der anderen Seite fiel dann auch prompt das 17:15 durch Mike Pommerening (56.) Gut das Dominik Hitzel in der Schlussphase sicher im Abschluss war: Der wuchtige Södeler Kreisläufer traf zum 18:15 (57.) und auch zum 19:16 (59.) Den Schlusspunkt durften dann aber die Gäste setzen: Holger Fink traf mit dem Schlusspfiff zum 19:17-Endstand und sorgte mit diesem Tor auch dafür, dass die Gäste in der Tabelle weiter einen Platz vor dem TSV rangieren. Eine spannende und intensive Partie war zu Ende, die Södel nach starken kämpferischen und konzentrieren 60 Minuten knapp aber verdient gewann. In der Schlussphase hatte zwar Eckhard Kammer im Tor und Dominik Hitzel am Kreis die besten Szenen, zum Sieg haben aber alle mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung beigetragen.
TSV Södel: Eckhard Kammer und Christian Steube im Tor, Karsten Krahn, Bastian Lind (5), Andreas Hofmann, Arvydas Kestawitz (4/1), Marc Schleich (2), Jörn Mager (2), Dominik Hitzel (3), Dusan PEtek (1/1), Markus Block (2)
MSG Großen-/Lützellinden: Thorsten Bopf und Uwe Bonn im Tor, Björn Weber, Arne Wohlfahrt (2), Holger Fink (7/3), Christian Schäfer, Nils Hieronymus, Alexander Agel (3), Karsten Fink, Lars Bielor, Mike Pommerening (3), Heino Müller, Thomas Volk (2)
