26. Spieltag: TV Hüttenberg - TSV Södel 26:26
2007-04-29 10:29:21
Rumpftruppe erkämpt in Hüttenberg ein 26:26
In Hüttenberg trafen der aktuelle Tabellendritte und der Tabellenfünfte am letzten Spieltag zu einem Spiel aufeinander, in dem es eigentlich um nichts mehr ging. Dann schaukelten sich erst die Akteure auf dem Platz und dann die Zuschauer auf den Rängen hoch und als kurz vor Schluss Hüttenberger gar das Parkett stürmten, lag gar ein Spielabbruch in der Luft. Doch zum guten Schluss trennte man sich schiedlich friedlich 26:26-Unentschieden. Schade für die Södeler, die mit ihrer Rumpftruppe aufopferungsvoll kämpften, durch das Unentschieden letzlich aber doch auf den 4. Platz in der Abschlusstabelle zurückfielen.
Wie bereits erwähnt, waren die Voraussetzungen für ein nettes Freundschaftsspielchen gegeben. Södel brauchte zwar einen Sieg um Platz 3 zu halten, schaute man auf den Mannschaftskader, glaubte keiner so richtig daran: Korzeniewsky im Tor, Steube wurde als Feldspieler nominiert - dann noch Krahn, Hofmann, Mager, Hitzel und Block, das war es eigentlich schon. Gut das dann noch Standby-Profi Carsten Schäfer, Oldie Matthias Steinhauer und Betreuer Jens Rosenberg das Trikot überstreiften.
Dem TSV merkte man von Beginn an an, dass man noch einmal alles geben wollte. Steinhauer markierte schnell das 1:0 dann aber verwarf Krahn (3.) den ersten Strafwurf. Seine gute Tagesform deutete aber auch Ralf Korzeniewsky schnell an: Auch er parierte einen Siebenmeter. Södel erarbeitete sich in der Folge eine leichte Überlegenheit, die Hofmann und Block in eine 5:3-Führung umwandelten. Die Södeler Rumpftruppe war konzentriert in der Abwehr und wechselte im Angriff geschickt die Positionen. Genug, um die junge Hüttenberger Mannschaft in Schach zu halten. Allerdings schickten die Schiris schon früh Södeler Spieler auf die Strafbank. Aber trotz Unterzahl behielten die Wetterauer die Nase knapp vor und führten nach 20 Minuten durch Dominik Hitzel 10:9. Ein Knackpunkt dann in der 24.: Markus Block bekommt nach einem Allerweltsfaul die rote Karte und fortan wurde es ruppiger. Hüttenberg ging danach zwar durch Bieleks Siebenmeter zwar 11:10 in Front (24.), Mager und Hofmann drehten den Spies aber um trafen zur 12:11-Halbzeitführung.
Auf der Södeler Bank saßen anfangs der zweiten Hälfte also nur noch Torwart Christian Steube und Betreuer Jens Rosenberg. Aber die 7 auf dem Platz ließen sich in der stickigen und heißen Hüttenberger nicht aus der Ruhe bringen. Hitzel traf zweimal zur 16:14 Führung (37.) - zwischen der beiden Toren aber parierte Korzeniewsky wieder einen Siebenmeter. 10 Minuten später, Södel führte 18:17, war der ehemalige Büdinger wieder auf der Hut und parierte seinen dritten Strafwurf. Ein Garant für den späteren Punktgewinn. Die Partie wurde aber auch ruppiger und den Södelern merkte man den Substanzverlust an. Aber die Gäste behielten Oberhand. Steinhauer traf zur 20:18 Führung (49.) und der 53. Minuten erhöhten Schäfer und Hofmann auf 23:20. Eine heiße Schlussphase bahnte sich an, denn die Gastgeber wollten das Feld ebenfalls nicht kampflos räumen. Billek und Meilinger verkürzten dann auch auf 23:24 (55.) Prompt wieder der Södeler Gegenschlag durch Hofmann und Hitzel. Nach 57. Minuten stand es 26:23 für die Gäste. Nach Textors 24:26 (58.) ging es noch einmal richtig los, denn nachdem Hüttenberger Zuschauer den Platz stürmten musste der Ordnungsdienst eingreifen. Das es danach nicht mehr zu einem Södeler Sieg reichte, lag auch daran, dass die Gäste die letzten Minuten in Unterzahl spielen mussten. Andreas Hofmann und Dominik Hitzel hatten sich jeweils Zeitstafen zugezogen. Die Überzahl nutzten die Gastgeber noch zu einem, aus deren Sicht, sehr glücklichen Unentscheiden durch Tore von Meilinger und Fischer.
Södel hat mit der Rimpftruppe bravourös gekämpft und aus der Not eine Tugend gemacht: Denn weil halt keiner mehr auf der Bank saß, wurden variabel die Positionen gewechselt. Am stärksten davon profitierte der 10fache Torschütze Andreas Hofmann, der im linken Rückraum für viel Druck sorgte und eine klasse Vorstellung zeigte. Aus dem Team, das eine geschlossene Mannschaftsleistung zeigte, verdienten sich auch noch Siebenmeterkiller Ralf Korzeniewsky und der tapfer durchhaltende Oldie Matthias Steinhauer Bestnoten. TSV Södel: Ralf Korzeniewsky im Tor, Matthias Steinhauer (2), Andreas Hofmann (10/4), Dominik Hitzel (5), Markus Block (3), Jörn Mager (5), Karsten Krahn, Carsten Schäfer (1), Christian Steube, Jens Rosenberg
TV Hüttenberg: Elsner, Keil (2), Fischer (2), Wegner (4), Wiener (1), Kümpel (1), Müller, Textor (2), Meilinger (2), Sarie (2), Billek (9/3), Schmidt, Jänicke
Zeitstrafen: Hüttenberg: 8 Södel: 9 Rote Karten: Hüttenberg: 1 Södel: 3 Siebenmeter: Hüttenberg: 7/3 Södel: 5/4
