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17. Spieltag: TSV Södel - MSG Linden 27:24

2008-02-24 10:28:25

Södel siegt im Spiel um die Tabellenführung 27:24 gegen Linden

 Der TSV Södel ist Tabellenführer in der BOL. In einem spannenden Handballspiel besiegten die Walter-Schützlinge am Samstag Abend in der brechend vollen Södeler Halle die MSG Linden mit 27:24 und lösten die Gäste damit auch von der Tabellenspitze ab, an der die Lindener seit dem 4. Spieltag standen.     

 Tolle Stimmung in Södel. Bereits vor Spielbeginn kam in der voll besetzten und stimmungsvollen Södeler Halle Gänsehautfeeling auf. Und  das sollte sich noch steigern. Denn auf dem Parkett entwickelte sich ein spannendes Handballspiel.         

Södel musste am Samstag auf den verletzten Kai Fischer verzichten. Seinen Platz nahm ein dritter Torwart. Denn der ehemalige Petterweiler Martin Malik wird die Södeler zukünftig unterstützen und gab am Samstag sein Debüt.        

Von Beginn an war klar, dass sich hier kein Spitzenspiel sondern ein Spitzenkampf entwickeln würde. Beide Abwehrreihen gleich voll auf der Höhe, bereits in der ersten Viertelstunde gab es, in einer ansonsten aber fairen Partie - sechs Siebenmeter. Die Lindener brauchten die Strafwürfe aber auch. Denn Holger Fink machte in der Anfangsphase die Tore von Sascha Thönges damit wieder wett. Södels Abwehr um den guten Christian Steube stand Klasse in der ersten Viertelstunde. Folglich konnte man sich durch Tore von Hitzel und Roth dann auch auf 7:5 absetzen (16.). Linden ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Als Lind auf Södeler Seite eine Zeitstrafe abbrummte, nutzten die Gäste das Überzahlspiel. Heino Müller glich zum 8:8 aus (19.). Es blieb ausgeglichen, es wurde um jeden Ball gekämpft. Linden unwahrscheinlich diszipliniert, Södel mit Herzblut. Als Block dann auf die Bank musste zogen die Gäste das Überzahlspiel wieder clever auf: Hieronymus brachte den Tabellenführer 12:11 in Führung (22.). Der musste in der 25. Minute dann aber auch auf die Bank. Den fälligen Siebenmeter vergab Roth aber und im Gegenzug sorgten Mehl und Müller für das 12:14. Thomas Roth machte seinen Fehler aber schnell wieder wett. Zwei Tore des Södeler Mittelmannes sorgten für den 14:14-Ausgleich (28.). Piazolla brachte die Gäste zwar noch einmal in Führung, Lind und Hofmann sorgten in der Schlussminute aber für eine 16:15-Führung der Gastgeber.       

 Auch beim Wiederanpfiff waren die Södeler sofort hellwach. Krahn und Hofmann trafen zum 18:15 (32.). Ein Kampf auf Biegen und Brechen, die Nerven lagen blank. Bezeichnend für das Spiel die Ereignisse zwischen der 36. und 38. Spielminute: Roth verwirft einen Siebenmeter, Block kassiert eine Zeitstrafe, Fink auf Lindener Seite auch, Krahn trifft per Siebenmeter zum 20:16, Piazolla per Siebenmeter zum 20:17 - Krahn vergibt einen Strafwurf auf Södeler Seite. Alles binnen zwei Minuten,.         Ein Spiel der Nerven.  Hitzel trifft zum 22:18 (42.), muß dann auf die Bank, Fink per Strafwurf zum 19.22, Bielor muß auf die Bank, Mehl zum 20:22, Hofmann donnert einen Strafwurf gegen den Pfosten, auf der Gegenseite wehrt Steube einen Siebenmeter von Fink ab doch Christian Schäfer bringt die Lindener mit dem 21.22 wieder ins Spiel. Spannung pur und nichts war entschieden in dieser 49. Minute. Auch fünf Minuten später noch nicht. Als  Piazolla nach 53. Minuten per Siebenmeter zum auf 23:24 verkürzte, reichten den Gastgebern dann aber ganze 60 Sekunden um ein Spiel, das bis dahin hin und her wogte zu entscheiden: Malik, der jetzt im Södeler Kasten stand, hielt dreimal routiniert, auf der Gegenseite trafen Hitzel, Block und Lind zum 27:23 (56.) Die Entscheidung, Linden fehlt jetzt die Kraft, um das Spiel noch einmal herumzureißen, es reichte nur noch zum 24:27 durch Piazolla.         Ein tolles Handballspiel zweier ganz starker Mannschaften war zu Ende. Södel gewann knapp, aber nicht unverdient. Linden zwar unwahrscheinlich diszipliniert und routiniert, aber die Gastgeber hatten über weite Strecken die Nase knapp vorn. Und schließlich leistete sich Södel auch noch den Luxus, fünf Siebenmeter zur verwerfen. Vielleicht haben aber auch die Zuschauer am Ende den Ausschlag gegeben. Denn die sorgten 60 Minuten lautstark für WM-Atmosphäre und gaben dem Spitzenspiel einen würdigen Rahmen.         

Allerdings, entschieden ist nun mal nix. Und Zeit zum Feiern bleibt auch nicht. Denn bereits am Sonntag steht mit dem Derby in Oppershofen der nächste Knaller auf dem Programm. Und dann gibt es ja auch noch das Rückspiel in Linden,,        

TSV Södel: Steube, Malik und Ladner im Tor, Roth (7/3),  Thönges (2), Hitzel (7), Hofmann (4/1), Krahn (4/1), B. Llind (2), Block (1), Preuß, Schiller, C. Lind, Mager         

MSG Linden: Bonn und Bopf im Tor, Pommerening (1), Müller (4), Hieronymus (2), Fink (6/3), Bielor, Agel, Piazolla (6), Volk, Schäfer (2), Mehl (3), Nolev,         Zeitstrafen:       Södel 7, Linden 6    Siebenmeter:    Södel 10/5, Linden 8/7    Zuschauer: 300