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22. Spieltag: MSG Linden - TSV Södel 26:25

2008-04-05 10:24:57

Södel unterliegt im Spitzenspiel 25:26

Drei Sekunden fehlten den Södelern zum Punktgewinn, drei Sekunden die vielleicht die Meisterschaft in der BOL entschieden haben. Den der 26:25-Siegtreffer durch Björn Weber eben 3 Sekunden vor Spielende bringt den Gastgeber die Tabellenspitze und die beste Ausgangsposition für die restlichen Spiele.  Viel  Zeit zum krämen bleibt den Södelern aber nicht - heute abend trifft man bereits auf Pohlheim II. Anpfiff ist um 19.30 Uhr und es wäre toll, wenn unsere Zuschauer die Mannschaft wieder unterstützen würden.

 Es war das Spiel der Superlative. Denn es dürfte in den letzten Jahren kaum ein BOL-Spiel gegeben haben, dass so viele Handballfans auf die Bein brachte. Es waren sicher gut 600 Zuschauer, die die Lindener Stadthalle am Freitag Abend bis in die letzte Ecke füllten und dem Spitzenhalle einen würdigen Rahmen gaben.         Södel fängt gut an. Christian Steube hält gleich den ersten Angriff, Sascha Thönges trifft zum 0.1. Dann aber Linden: 4 Tore, das letzte durch Pommerening in der 4. Spielminute sorgen für ein 4:1. Södel kämpfte sich aber wieder heran und nach 11 Minuten glich Bastian Lind zum 5:5 aus und traf auch zur 6:5-Gästeführung (13.). Dann aber wieder Linden: Drei Tore machten die Gastgeber in Folge und führten nach einer Viertelstunde 8:6. Es war eine verbissene Partie. Linden führt durch Eble 10:7. Dann die erste Zeitstrafe: Agel muß auf die Bank. Thönges verkürzt für Södel auf 10:8 und dann trifft es auch noch den Lindener Fink mit einen Zeitstrafe. Aber anstatt die zweifache Überzahl geschickt auszunutzen, rennen die Södeler nach überhasteten Abschlüssen in Gegenstöße und fangen zwei Treffer zum 8:12. Södel nun erstmal von der Rolle. Linden legt nach und zieht bis zur 27. Minute auf 15:10 davon bevor dann Hitzel und Carsten Lind auf 15:12 verkürzen. Hektik noch einmal in der Schlussphase: Erst kassiert Hitzel eine Strafzeit, dann ballert Fink einen Siebenmeter am Tor vorbei, und Basti Lind muss in der Schlusssekunde auf noch auf die Bank. Den fälligen Strafwurf verwandelt Hieronymus zum 16:12 Halbzeitstand.         Bei Södel steht jetzt Martin Malik im Tor und die Einwechslung lohnt sich. Routiniert nimmt der den Lindener die Würfe weg und sorgt dafür, dass Södel trotz Unterzahl auf 14:16 verkürzen kann. Zwar kassiert Södel das 17:14 durch Volk, die Gäste sind jetzt aber da. Hofmann verkürzt auf 15:17 (37.) und weil Martin Malik einfach alles hält, können die Södeler trotz Unterzahl auf 16.17 verkürzen (Hitzel/38.) Und nachdem Roth seine Zeitstrafe abbrummte, kommt er zurück und trifft zum 17:17-Ausgleich 39.). Södel ist drauf und dran das Spiel zu kippen. Die Stimmung in der Halle ist elektrisierend, auf dem Feld ahnt man wohl, dass die Entscheidung naht. Denn es passiert erst mal gar nicht, ganz 6 Minuten neutralisieren sich die Gegner wie Boxer vor dem K.O.-Schlag. Södel trifft trotz Überzahl nicht, Linden schafft in der ersten Viertelstunde gegen den überragenden Malik nur ein Tor. Dann aber trifft Mike Pommerening zum 18:17 und Schäfer gleich zum 19.17 (46.) Trotzdem kippt Södel nicht. Roth verkürzt, Malik hält einen Strafwurf von Hieronymus - Hofmann gleicht aus. 19:19 nach 47. Minuten. Dann jagt Christian Schäfer die Kugel zweimal an Malik vorbei: Linden führt 21:19 (50.)          Die Schlussphase. Das Spiel wird hektischer und härter. Block muss auf die Bank, Hieronymus folgt, Hofmann verkürzt auf 20:21 (52.) Weber trifft auf der anderen Seite, Lind muss auf die Bank, Hofmann verkürzt auf 21:22 (53.) Es wogt jetzt hin und her. Als Weber in der 58. Spielminute zum 25:23 trifft, schien das Spiel gelaufen zu sein. Södel kam aber noch einmal zurück. Bastian Lind verkürzt auf 25:24, dann muss Sascha Thönges auf die Bank. 58:26 sind gespielt, Södel muss die Restspielzeit in Unterzahl überstehen. Linden im Angriff und was passiert, Thomas Roth nutzt eine Unaufmerksamkeit der Linden und stiebizt sich den Ball und trifft 20 Sekunden vor Schluss zum 25:25 Ausgleich. Linden wechselt jetzt den siebten Feldspieler ein, Södel nur zu fünft, Björn Weber nimmt allen Mut zusammen, die Kugel ist drin, drei Sekunden vor Schluss ist das Spiel entschieden.         Es war sicher nicht das große Match, aber war spannend was beide Mannschaften boten. Södel in der ersten Halbzeit zu nervös und vielleicht durch die Kulisse beeindruckt. Aber genauso beeindruckend, wie sich die Mannschaft in der zweiten Hälfte am überragenden Martin Malik aufrichtete und wieder zurück ins Spiel kam. Am Ende fehlte halt das Quäntchen Glück.         Linden jetzt auf Platz 1. Aber der Tabellenführer darf sich keinen Ausrutscher leisten. Oppershofen und Södel sitzen in im Nacken und zumindestens im direkten Vergleich gegenüber Linden hat Södel noch die besseren Karten.        

Tore MSG Linden: Pomerening (6), Müller (1), Beppler (2), Weber (4), Piazolla (6), Volk (1), Schäfer (5), Hieronymus (1/1).   

TSV Södel: Steube, Malik; Preuß, Bastian Lind (5), Hofmann (5), Carsten Lind (1), Fischer, Mager (1), Hitzel (4), Thönges (3), Roth (5/1), Block, Krahn.