5. Spieltag: TSV Södel - TG Friedberg 40:27
2009-10-18 09:58:51
Södel kantert Friedberg 40:27 nieder
Der TSV Södel hat am Samstag mit Tempo und Spielwitz das Derby gegen die TG Friedberg dominiert. Bereits zur Halbzeit führten die Gastgeber deutlich mit 20:14, am Ende stand gar ein 40:27-Kantersieg auf der Anzeige. Herausragend bei Södel: Marco Boller (11 Tore) und Dominik Hitzel (10 Tore).
Sichtlich zufrieden zeigte sich auf Thomas Bley nach dem Spiel, denn seine Mannen setzten im Wesentlichen seine Vorgaben um und zeigten den Zuschauern sowohl temporeichen Handball als auch in einigen Phasen gelungene Spielzüge. Dabei machte Marco Boller sein wohl bestes Spiel im Södeler Dress. Denn dieses Mal überzeugte er nicht nur bei Tempogegenstößen, sondern auch im Anspiel. Davon profitierte insbesondere Kreisläufer Dominik Hitzel, der Friedberg vor kaum lösbare Probleme stellte. Aber bei aller Euphorie sollte nicht verkannt werden, dass die Abwehr alles andere als sattelfest war und gegen einen schwachen Gegner zu viele einfache Tore kassierte. Am Samstag, beim Derby Griedel, ist mehr Konzentration notwendig. Aber wenn es wie am Samstag in einer Torflut mündet, kann es dem Zuschauer nur recht sein. Anfänglich verlief die Partie noch ausgeglichen, wenngleich schon mit leichten Södelern Vorteilen. Die Gastgeber führten 5:3 durch Hitzel (9.) und nach einer starken Parade von Dominik Malik erhöhte Boller auf 7:5 (11). Als Mangels eine Zeitstrafe kassierte, machte Hitzel zwei Treffer zum 9:6 (13.) und Krahn ließ das 10:6 folgen. Unmut dann auf der Södeler Bank, als Markus Ohly eine rote Karte kassierte. Denn diese Bestrafung war in dem fairen Spiel genauso übertrieben wie die spätere rote Karte für Friedbergs Bayer in der 31. Minute. Die Södeler kamen dadurch auch etwas aus dem Tritt. Glaub und Kahabka verkürzten auf 10:11 (19.) Aber die Gastgeber fingen sich schnell wieder. Ein energischer Zwischenspurt und fünf Minuten später stand 16:11. Dann ein weiterer Schock für Södel: Dominik Hitzel kassierte einen klassischen,Cut, an der Augenbraue. Aber auch hier zeigte sich die klasse Einstellung, mit der die Gastgeber am Samstag zu Werke gingen. Mit Plaster, Mullbinde und Klebeband wurde der Södeler Kreisläufer wieder zusammengeflickt und stand in der zweiten Hälfte mit Turban wie einst Dieter Hoeneß auf dem Parkett. Aber seine Mitspieler brachten die Restspielzeit der 1. Hälfte auch ohnen ihn über die Bühne. Nach dem 18:12 durch Lind traf Boller noch drei mal und bei einem Gegentreffer von Bayer stand somit ein bereits deutliches 20:14 auf der Anzeige. Die zweite Hälfte verlief dann ähnlich. Nach der bereits erwähnten roten Karte für Bayer kam die TG zwar noch einmal auf 22:17 heran, Hitzel Boller und Lind schraubten mit drei Toren in weniger als einer Minute das Ergebnis aber schnell auf 25:17 hoch (37.). Mit viel Applaus betrat dann Martin Malik für einen Siebenmeter das Feld. Sein erster Einsatz nach monatelanger Knieverletzung wurde dann auch gleich mit einem Erfolg gekrönt, den er Senior zeigte Jörn Mangels, dass er nichts velernt hat und parierte den Strafwurf bravourös. Die Friedberger leisteten jetzt gar keine Gegenwehr mehr während die Gastgeber locker aufspielten. Carsten Schäfer gelang das 30:21 (44.) und das 34:24, Andreas Böhland das 37:25. Kai Fischer machte das 40:26 und wenigsten das letzte Tor durfte dann die TG erzielen. Damian Mahr traf zum 40:27-Endstand.
TSV Södel: Dominik Malik, Martin Malik und Christian Steube im Tor, A. Böhland (1), Krahn (3), B. Lind (4), Hofmann (2), Ohly (1), M. Böhland (4), Boller (11/2), Hitzel (10), Fischer (2), Schäfer (2)
TG Friedberg: Langer, Zerulla und Herget im Tor, Bayer (1), Mahr (4), Kahabka (8), Kammel, Dennis Trovillion, Dwight Trovillion, 1, Schäfer, Mangels (7), Rosenschon (1), Glaub (5),
Siebenmeter: 2/2, 1/0, Zeitstrafen: 2, 4, Rote Karten: Ohly (16.), Bayer (31.);
