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6. Spieltag: TSV Griedel - TSV Södel 24:30

2009-10-25 09:38:05

Södeler feiern 30:24-Auswärtssieg gegen Griedel

Es war der erste Auswärtssieg der Saison und gleich ein Derbysieg. Der TSV Södel gewann am Samstag beim TSV Griedel 30:24 und darf nun Richtung Tabellenspitze schielen. Denn am Sonntag kann man mit einem Sieg in Kleenheim mit dem Tabellenführer Rechtenbach gleichziehen. Marco Boller bestätigte auch in Butzbach seine derzeitige Topform und war gegen seinen Ex-Verein 13mal erfolgreich.

 Die Griedeler Misere macht sich auch auf den Zuschauerrängen bemerkbar. War die Butzbacher Halle in den letzten Jahren beim Derby meist brechend voll, war dieses Mal nur die Södeler Ecke gut gefüllt. Auch auf dem Spielfeld zeigten die Södeler schnell, wo es in Butzbach lang gehen sollte. Bereits nach 4 Minuten führte Södel durch Lind 3:1, eine Minute später traf Boller zum 5:2. Griedel kam durch zwei Tore von Leister zwar auf 4:5 heran (7.), Hofmann und Boller sorgten mit den Toren zum 7:4 aber wieder für Distanz. Nach Schneiders Anschluss zum 7:8 nutzten die Södeler dann in den folgenden beiden Minuten die Schwächen der Gastgeber rigoros aus. Immer wieder eroberten sie sich durch eine aufmerksame Deckungsarbeit die Bälle und konterten den Gegner mit überfallartigen Tempogegenstößen aus. Nur 2 Minuten brauchte die Bley-Truppe deshalb um durch Tore von Boller (3) und Hofmann auf 12:7 davonzuziehen (16.). Die nächsten Minuten verliefen dann ausgeglichen, Griedel kam durch Leister auf 11:14 heran (21.). Aber die Södeler lauerten immer darauf, den Gastgebern den Ball abzuluchsen. Und das gelang dann auch wieder. Lind und Hofmann netzten die folgenden Tempogegenstöße zum 16:11 ein (23.). Den Griedelern half an diesem Samstag auch das Überzahlspiel nicht. Denn als Hitzel auf die Strafbank mußte, machten Lind und Fischer zwei Tore in Unterzahl und brachten ihre Farben 18:11 in Führung (26.). Södel ließ dann etwas nach, Jansons (2) und Weiß trafen in der Schlussphase der ersten Hälfte dann noch für Griedel und sorgten dafür, dass es zur Halbzeit nur noch 15:19 stand. Die Södeler Schwächephase setzte sich auch Anfangs der zweiten Hälfte fort. Das lag zum einen daran, dass Uwe Bonn, dem man mit 19 Gegentoren in der ersten Hälfte ordentlich den Buckel gewaschen hatte :o), jetzt besser ins Spiel fand. Zum anderen daran, dass die Södeler dem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen mußten. Denn insbesondere im Rückraum fehlte es nach der krankheitsbedingten Absage von Markus Ohly doch an Alternativen. Leister verkürzte deshalb auf 16:19. Dominik Malik vereitelte dann eine Siebenmeterchance von Schneider aber in der 34. Minuten traf Weiß zum 17:19. Das Spiel hätte da durchaus noch mal kippen können. Aber Södel war am Samstag einfach auch selbstbewußter als die Gastgeber. Als Bambey auf die Strafbank mußte, war es dann auch genug mit der Schwächephase der Gäste. Hitzel beendete mit dem 20:17 (38.) die Södeler Torflaute und mit dem 23:17 (41.) auch den folgenden Södeler Zwischenspurt und sorgte für die Vorentscheidung. Das Spiel war jetzt gelaufen. Weil Griedel zusehends resignierte, mußte Södel nicht mehr allzuviel investieren um den Sieg nach Hause zu fahren. Hektisch wurde es nur noch einmal in der Schlussphase als Carsten Lind und Schneider aneinander gerieten und der Södeler in dem ansonsten fairen Spiel die rote Karte sah. Aber dem folgenden 21:27 durch Weisel ließen die Södeler gleich drei Tore folgen und erhöhten auf 30:21. Die letzten beiden Minuten schaltete der sichere Sieger dann einige Gänge zurück und Jansons (2) und Müller durften noch auf den 24:30-Endstand verkürzen. Ein sicherer und verdienter Sieg der Gäste also, die bei ihrem ersten Auswärtserfolg nicht einmal in Rückstand gerieten. Die Södeler verdienten sich ein Pauschallob, weil sie sehr konzentriert zur Werke gingen und das Tempo lange Zeit sehr hoch hielten. Nichtsdestotrotz verdiente sich Marco Boller ein Sonderlob. Der,Oldie, war nicht nur 13mal erfolgreich sondern stand auch 60 Minuten ununterbrochen auf dem Parkett.     

TSV Griedel:  Bonn (1-60.) und Pfaff im Tor, Scheurich (2), Weisel (1), Jansons (6), Leister (5), Boller (1), Schneider (2), Bambey, Müller (5), Weiß (2), Asboe, Nuratini     

TSV Södel:  D. Malik, Steube und M. Malik (n.E) im Tor, A. Böhland, Krahn (1), B. Lind (4), C. Lind, Hofmann (4), Fischer (1), M. Böhland (2), Witzenberger, Boller (13/1), Hitzel (5)    

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Schäfer und Weller (SG Lollar/Ruttershausen) Zeitstrafen: 6:4 Minuten, Griedel: Bambey, Weisel und Leister, Södel: Hofmann und Hitzel );

rote Karte: Carsten Lind: 53.21 Min. Disqualifikation; Siebenmeter: 3/1, 1/1;