Punkteteilung gegen Anspach/Usingen
Auch gegen die SG Anspach/Usingen hat es für den TSV Södel nicht zum 2. Heimsieg gereicht. Am Samstag abend trennten sich die Mannschaften 28:28. Erfolgreichster Torschütze bei den Gastgebern war Thomas Roth, der 11mal traf.
Schon die ersten Minuten zeigten, was die Zuschauer am Samstag abend zu erwarten haben. Ein kampfbetontes Spiel und ein zähes Ringen. Es dauerte dann auch 4 Minuten bis das erste Tor fiel – und dazu brauchte Friedrich auch noch einen Strafwurf. Heinzelmann ließ vom Kreis das 2:0 für Anspach folgen. Södels 1. Tor ging auf das Konto von Thomas Roth (6.) bevor dann Dominik Malik einen Strafwurf parierte. Ein schönes Tor zum Ausgleich: Boller auf den von der Außenposition einlaufenden Andreas Hofmann, der zum 2:2 trifft (9.). Das Spiel wurde dann etwas flotter – auch weil die beiden Abwehrreihen oftmals nicht so richtig im Bilde waren und auch die Torhüter anfangs keine Glanzleistung zeigten. Jörn Mager nutzte seine Möglichkeiten dann aus. Dreimal traf der Linkshänder binnen 3 Minuten und sorgte für das Södeler 7:5 (13.) Jetzt strampelte sich der TSV etwas frei. Insbesondere weil jetzt Andreas Hofmann seinen Lauf hatte: 4 Tore des Linksaußen binnen 3 Minuten – dazwischen hielt Malik noch seinen 2. Strafwurf – führten zum Södeler 11:7 (16.) Thomas Roth erhöhte dann mit zwei Toren gar auf 13:8 (20.). In der Folge konnte der TSV den Vorsprung aber nicht halten. Heinzelmann und Friedrich beendeten die Schwächephase der Gäste und verkürzten auf 13:10. Wick ließ per Siebenmeter das 11. Tor für Anspach folgen und sorgte dafür, dass die Schlussphase der 1. Hälfte wieder ausgeglichen verlief. Jetzt ging es hin und hier. Södel war beim 17:14 durch Andreas Hofmann (25.) noch einmal drei Tor vor – Friedrich und Becker brachten die Gäste aber wieder auf 17:15 heran. Am Ende nahmen die Södeler ein knappes 19:18 mit in die Pause. Eine torreiche erste Hälfte also. Während bei Anspach viel Gefahr über den Halblinken Friedrich und den Kreisläufer Heinzelmann ausging, bestimmten bei Södel Thomas Roth und Andreas Hofmann den Takt. Roth traf bis dato achtmal – Hofmann siebenmal. 15 der 19 Tore gingen also auf das Konto dieses Duos.
Klar, dass die Trainer in der Halbzeitpause wohl insbesondere das Abwehrverhalten ihrer Mannschaften kritisierten. Zumindest dem Anspacher Coach gelang dann ein guter Wechsel. Denn gegen Thomas Michel im Tor sollten sich die Södeler sehr schwer tun. Anspach kam dadurch auch besser ins Spiel und machte aus dem 18:19 binnen 5 Minuten ein 22:19. Jetzt wurde das Spiel auch hektischer. Boller traf zweimal zum 21:23, verwarf dann aber einen Strafwurf. Nach Witzenbergers 23:24 hielt Malik zwar zweimal bravourös – musste aber trotzdem das 23:25 durch Heinzelmann hinnehmen. Roth und Witzenberger glichen dann aus (46.) und Letzterer hatte dann auch die Führung in der Hand, scheiterte aber gleich mit zwei Tempogegenstößen am starken Michel. Marco Boller machte es dann besser – Södel führte 26:25 (49.). Roth und Boller besorgten das Södeler 28:26 (53.) bevor Friedrich mit drei Strafzeiten auf die Tribüne geschickt wurde (54.). Klar – dass die letzten 10 Minuten noch einmal Nerven kosteten. Nach dem Anschluss durch Heinzelmann (54.) hätte Thomas Roth dann den Sack zumachen können. Aber ausgerechnet der stärkste Södeler scheiterte mit einem Strafwurf an Michel. Aber auch nach dem Anspacher Ausgleich in der 57. Minute war noch genug Zeit. Jetzt gewann man beim TSV aber den Eindruck, dass keiner mehr so richtig die Verantwortung übernehmen wollte. Als Malik dann noch einmal einen Ball hielt, nahm Bley 30 Sekunden vor Spielende zwar noch einmal eine Auszeit. Seine Spieler schienen aber mit dem Punktgewinn zufrieden zu sein, denn eine nennenswerte Aktion gab es nicht mehr.
Allerdings stellt sich die Frage, ob es letztendlich ein Punktgewinn oder ein Punktverlust war. Schaut man sich die engen Ergebnisse in der Landesliga an, muss man ein solches Heimspiel einfach gewinnen. In der BOL konnte man mit der Chancenverwertung noch großzügig umgehen – in der Landesliga wird dies mit Punktverlusten bestraft.
TSV Södel: Malik und Steube im Tor, Roth (11/1), Hofmann (7), Boller (5), Mager (3), Witzenberger (2), A. Böhland. M. Böhland, Weis, Ohly, Lind, Krahn
