Nächste Heimspielpleite: 26:29 gegen Goldstein
Der TSV bleibt auch im 7. Spiel hinter einander ohne Sieg. Gegen Mitaufsteiger Goldstein gab es eine bittere 26:29-Niederlage obwohl die Gäste mit zahlreichem Ersatz in Södel aufliefen. Wie so oft fehlte es dem TSV in der Schlussphase an der Standfestigkeit. Denn beim Stand von 26:26 in der 55. Minute war noch alles offen.
Der TSV darf es sich nunmehr auf den Abstiegsplätze gemütlich gemachen. Denn bei einem Blick auf die gestrige Leistung und die bevorstehenden Aufgaben fällt es schwer an eine Wende zu glauben. Die Södeler präsentierten sich auch am Samstag wieder nicht als Einheit und agierten größten Teils konzeptionslos gegen einen auch nicht viel besseren Gegner. Wenn man ein solches Heimspiel nicht gewinnt, darf man getrost an der Ligatauglichkeit zweifeln.
Dabei fing es eigentlich ganz gut an. Bley wirft nach gut 20 Sekunden das 1:0 und Semmelroth gab mit dem 2:1 einen guten Einstand. Aber bereits nach wenigen Minuten war klar, dass es auch dieses Mal wieder in der Abwehr hapert. Zu statisch und zu schwerfällig präsentierten sich das ehemalige Prunkstück der Södeler und ließ zu, dass die Goldsteiner es beim Tore werfen leicht hatten. Trotzdem: leichte Vorteile für Södel weil Semmelroth zum 6:4 (8.) und zum 7:5 (10.) traf und dazwischen Malik auch einen Strafwurf parierte. Aber insbesondere Kamgaing auf der rechten Goldsteiner Seite machte es den Södelern schwer. Er traf dann auch zum 7:6 (12.) und trug dazu bei, dass die Partie ausgeglichen verlief. Södel kam durch zwei Boller-Tore dann zwar 11:9 in Front (16.), fünf Minuten später hatten die Goldsteiner den Spies aber umgedreht und führten ihrerseits 14:12 (22.). Thomas Roth sorgte dann mit zwei Toren wenigstens noch für den 15:15-Ausgleich der auch gleichzeitig den Halbzeitstand bedeutete.
Der Elan, den die Södeler mit aus der Kabine brachte, reichte dann nur zum 16:15 durch Matze Böhland. Den dann folgenden Zwischenspurt der Gäste schloss Kamgaing dann mit dem 16:19 (35.) ab und sorgte dafür, dass die Södeler früh einem Rückstand hinterher hecheln mussten. Die Partie verflachte jetzt zusehends. Den nächsten Aufreger gab es dann erst 10 Minuten später. Denn da kassierte gerade Kamgaing die rote Karte und Goldstein das 22:23 durch Boller (47.). Hitzel und Bley sorgten dann nicht nur für den 25:25-Ausgleich (50.) sondern auch für Hoffnung unter den Södeler Zuschauern. Aber irgendwie ist bei den Södelern der Wurm drinnen. Hat man im letzten Jahr die Spiele insbesondere in der Schlussphase gedreht, passiert dieses Jahr gerade das Gegenteil. Den Goldsteiner Führungstreffer durch Stade glich Bley dann zwar zum 26:26 aus. Aber als Steube stark parierte verpuffte der Södeler Gegenstoß kläglich im Goldsteiner Mittelblock. Die Gäste machten es dann besser und warfen zum 26:27 ein. Bezeichnend dann, dass der nächste Södeler wegen Zeitspiel abgepfiffen wurde. Zwei verwandelte Siebenmeter sorgten dann für das endgültige Aus und die 26:29-Heimniederlage.
TSV Södel: Steube und Malik im Tor, Bley (8/1), Semmelroth (3), Roth (4/2), Hitzel (2), Mager (1), A. Böhland (2/2), M. Böhland (2), Boller (3), Lind (1), Krahn, Witzenberger, Hofmann
