Negativserie hält an
Der TSV Södel konnte auch beim Gastspiel in Idstein seine Negativserie nicht stoppen. Am Ende stand in einem doch sehr dürftigen Handballspiel ein 26:19 für die Gastgeber auf der Anzeigetafel. Erfreulich bei Södel nur die Leistung von Marco Boller, der achtmal traf.
Die Södeler mussten auf Roth und Hitzel verzichten. Während Thomas Roth an einer Grippe laborierte, wird Dominik Hitzel aufgrund einer Verletzung der Achillessehne wohl längere Zeit ausfallen. Keine guten Vorzeichen also. Und auch die Anreise ließ die Stimmung nicht besser werden. Wegen des schlechten Wetters im Taunus und dem Parkplatzchaos in Idstein wegen eines Weihnachtsmarktes kamen die letzten Spieler erst 30 Minuten vor Spielbeginn in der Halle an.
Trotzdem dominierte die Bley-Truppe das Spiel in der Anfangsphase, hatte aber auch immense Probleme mit Idsteins Kreisläufer Marxen. Der holte gleich zwei Siebenmeter raus, die Cojocar sicher verwandelte. Beim dritten Mal musste Andy Böhland schon auf die Strafbank. Doch Dominik Malik parierte den folgenden Siebenmeter. Aber Södel hatte einen Marco Boller, der einen Sahnetag erwischte. Die fünf ersten Södeler Tore gingen allesamt auf sein Konto und sorgten für ein überraschendes Södeler 5:2 nach 12 Minuten. Dann das erste Feldtor für die Gastgeber wieder durch Cojocar, der ebenfalls die ersten 5 Tore für seine Mannschaft warf. Aber noch war Södel am Drücker. Die nächsten Södeler Tore gingen zwar auf die Konten von Bley und Semmelroth – wurden aber glänzend von Boller vorbereitet. Dann traf wieder Cojocar zweimal und verkürzte auf 5:7 (18.). Es war bis dahin aber ein schwaches Handballspiel, insbesondere weil beide Mannschaften im Angriff viel Stückwerk ablieferten. Überzeugen konnten nur die beiden Oldies Boller und Cojocar. Dagegen war die Halben hüben wie drüben denkbar schwach. Södel hielt aber den Vorsprung weil Boller zum Södeler 9:6 und Ohly zum 10:7 (23.) traf.
Was dann in den Södeler Köpfen vorging, ist unerklärlich. Erst ließ man Gegentore durch Welch und Marxen zum 9:10 (27.) zu, dann kassierten Ohly und Bley überflüssige Zeitstrafen (28.) und in doppelter Überzahl schafften die Gastgeber die Wende. Aus einer 10:7-Führung nach 23 Minuten wurde ein Södeler 10:12-Halbzeitrückstand.
Södel begann auch die zweite Hälfte in zweifacher Unterzahl und kassierte gleich ein Gegentor durch Marxen. Kaum komplett, musste Andy Böhland auf die Strafbank und Hormann und Cojocar erhöhten auf 15:10. Im Prinzip hatte die Södeler binnen 10 Minuten wieder einmal alles verspielt. In der Folge hätten die Södeler das Spiel durchaus noch kippen können, weil Idstein am Samstag wirklich kein unschlagbarer Gegner war. Aber bei den Södelern fehlt nach der Niederlagenserie jegliches Selbstvertrauen. Mit katastrophalen Stockfehlern wurden die eigenen Chancen weggeworfen. Was im letzten Jahr noch so einfach war, scheint man in den letzten Wochen völlig verlernt zu haben. Idstein war aber auch nicht besser. Nach 44 Minuten stand es deshalb 19:15 – eben wieder durch Marco Boller. Es war immer noch etwas drin. Aber die Gäste versemmelten wieder die besten Chancen – unter anderem auch wieder einmal zwei Strafwürfe. Idstein reichte am Ende eine magere Leistung um die Punkte gegen den Tabellenletzten zu behalten. 23:15 stand es nach 54 Minuten; 25:17 drei Minuten später. Markus Ohly warf dann das letzte Tore für Södel zum 26:19-Endstand.
TSV Södel: Malik und Steube im Tor, Boller (8), Bley (1), Semmelroth (1), A. Böhland (2/2), M. Böhland (1), Ohly (3), Mager (1), Krahn (2), Hofmann, Lind, Weis,
