Derbysieg zur Kerb
Zu ungewohnter Zeit wurde am Samstag das Derby zwischen dem TSV Södel und dem WSV Oppershofen angepfiffen. Wegen der Södeler Kerb begann die Partie bereits um 18 Uhr. Nach Niederlage und Unentschieden in den ersten beiden Spielen holten sich die Södeler am Ende einen 23:20 Sieg. Erfolgreichster Torschütze war Stefan Witzenberger mit 5 Toren.
Das schöne Södeler Kirmeswetter war nichts für Handballer. Die Sonne hatte die Södeler Halle ordentlich aufgeheizt und blendete Anfangs auch noch. Dass es ein schwaches Spiel werden würde, schienen viele Zuschauer geahnt zu haben. Denn selten war das Derby so schlecht besucht wie am Samstag. Es dauerte dann auch 3 Minuten, bis Jung das 1. Tor gelang. Schon in der Anfangsphase zeichnete sich also schon eine torarme Partie ab. Mosch schloss die erste Viertelstunde dann mit dem 7:4 ab. Dann wachten die Gastgeber aber langsam auf. Julius Schiller (2) und Johannes Glas glichen zum 7:7 aus (19.). Exner brachte Oppershofen zwar noch einmal 9:8 in Führung (23.), Roth (2), Jannic Tauchmann und Witzenberger brachten nach einem kurzen Zwischenspurt Södel dann aber 12:9 in Front (28.). Nach Toren von Mager und Winkler ging es dann mit 13:11 in die Pause.
Die erste Viertelstunde der zweiten Hälfte war dann aber so langweilig, dass man den Eindruck gewann, die Uhr wäre stehen geblieben. Bei Södel lief wenig – bei Oppershofen gar nichts. Erst verwarf Thomas Roth einen Strafwurf – dann scheiterte Exner an Hastermann (33.). Jung traf dann vom Punkt zum 12:14 – das erste Feldtor der Gäste in der zweiten Halbzeit warf Exner aber erst in der 47. Spielminute. Kurios die 38. Minute: die Gäste treffen dreimal Pfosten und Latte und scheitern mit dem 4. Wurf an Dominik Malik im Södeler Tor. Wenigstens trafen die Södeler ab und an. Trainersohn Lukas Walter traf mit seinem 1. Pflichtspieltor für Södel zum 16:12 und Julius Schiller erhöhte mit einem Doppelschlag auf 19:12 (46.). Die Partie schien eigentlich gelaufen. Allerdings schalteten die Gastgeber jetzt einige Gänge zurück. Zwar warf Thomas Roth noch zum 21:15 ein (51.), dann legten die Gäste aber einen sauberen Zwischenspurt hin. 4 Tore in Folge – das letzte durch Raab zum 19:21 (57.) ließen noch einmal Hoffnung aufkeimen. Witzenberger und Roth machten dann mit ihren Toren zum 23:19 alles klar. Der letzte Gästetreffer zum 23:20-Endstand durch Raab war nur noch Ergebniskosmetik.
Wenn‘s auch nur ein Arbeitssieg war – er tut dem Södeler Selbstvertrauen sicher gut. Beide Mannschaften müssen sich aber gewaltig steigen, soll das Derby zukünftig wieder ein Spitzenspiel werden. Das gilt für die bisher sieglosen Gäste mehr als für die Gastgeber, die jetzt wenigstens ein ausgeglichenes Punktekonto haben. Bei Södel gefielen Stefan Witzenberger, Julius Schiller sowie der junge Jannic Tauchmann. Bei Oppershofen sorgte Roth im Tor dafür, dass sich die Niederlage in Grenzen hielt.
TSV Södel: Malik und Hastermann im Tor, A. Böhland, Lind (1), Hofmann (2), Tauchmann (2), Witzenberger (5), Glas (1), Ohly, Mager (2), Schiller (4), M. Böhland, Roth (5/2), Walter (1)
WSV Oppershofen, Roth und Weil im Tor, Raab (2), T. Kreuzer (1), O. Roth, Exner (6/3), Winkler (1), Bayer, Bergemann, Jung (7/1), Heller, Y. Kreuzer, Mosch (2), Schulz (1),
Siebenmeter: 3/2 – 5/3 Strafzeiten: 3-3
