Södel besiegt Griedel 29:26
Die Berg- und Talfahrt des TSV Södel hält an. Gestern Abend zeigte sich die Mannschaft wieder einmal von ihrer guten Seite und besiegte den bisherigen Tabellenführer aus Griedel verdient mit 29:26. Dabei zeigte Södel sowohl kämpferisch als auch spielerisch die bisher beste Saisonleistung. Erfolgreichster Torschütze war wieder einmal Andreas Hofmann, dem 7 Treffer gelangen.
Konzentration, Einsatzwille und Disziplin brauchen die Södeler momentan um ein Spiel erfolgreich zu gestalten. Und all das warfen sie am Samstag im Derby gegen Griedel in die Waagschale. Und der bisherige Tabellenführer ließ sich den Schneid schnell abkaufen und kassierte verdient eine Niederlage.
Bei Södel hat man an diesem Tage dagegen alles richtig gemacht. Zwei Dinge gilt es aber herauszuheben: Johannes Glas stand erstmals in der Anfangsformation und dankte es Bernd Walter mit einer Klasseleistung. Wie die Mannschaft kämpfte, beweist die 58. Minute: Bastian Lind spurtet nach einem verloren Södeler Angriff hinter einem Gegner her und spielt ihm blitzsauber den Ball aus der Hand. Einsatzwille – obwohl es da schon 29:24 stand.
Dazwischen lag eine gute Stunde typischer Derbykampf in dem zeitweise mit Haken und Ösen gekämpft wurde. Leister brachte die Gäste 1:0 in Front, dann folgten starke 5 Minuten und ein 5:1 der Södeler. Im Gegensatz zum Friedberger Spiel verpennten die Södeler also die Anfangsphase nicht. Dazu trug auch Dominik Malik im Södeler Tor bei und vor ihm stand Kampfschwein Matze Böhland wieder wie in Fels in der Brandung. Von dem Vorsprung aus den Anfangsminuten profitierten die Gastgeber dann auch lange. Als Hofmann dann zum 9:4 (16.) traf, folgte aber ein schwache Södeler Phase. Mager scheiterte mit einem Tempogegenstoß an Uwe Bonn und Grieb traf zweimal zum 9:6 (20.) Andreas Hofmann beendete dann aber die fünfminütige Auszeit der Södeler mit dem 10:6 (22.). Am Ende nahmen die Södeler ein 13:8 mit in die Kabine und die Griedeler zwei Strafzeiten.
Die doppelte Überzahl nutzten die Södeler dann auch gleich. Hofmann und Witzenberger erhöhten auf 15:8 (34.). Södel schien das Ding im Sack zu haben. Griedel kam nicht richtig ins Spiel und hatte auch noch Pech: Nuradini warf einen Siebenmeter gegen den Pfosten (35.). Aber als Tabellenführer gibt man nicht so leicht auf und als Witzenberger und Matze Böhland auf die Strafbank mussten, nutzten die Gäste das Überzahlspiel, verkürzten auf 11:16 und starten eine Aufholjagd. Schreurich traf zweimal zum 13:16 (38.). Nach Witzenbergers 19:15 (45.) legten die Gäste dann noch einmal richtig los. Södel wirkte jetzt etwas müde und ließ eine Griedeler Aufholjagd zu, die schlussendlich mit dem 18:19 Anschlusstreffer durch Grieb endete. Es wurde zwar noch einmal richtig spannend, aber Södel hielt an diesem Abend dagegen. Wichtig das Bastian Lind dann zwei Tore gelangen – eins davon in Unterzahl – und die Södeler 21:19-Führung sicherte (49.). Griedel blieb aber dran. Insbesondere Grieb war in dieser Phase nicht zu halten. Zwei Tore von ihm brachten Griedel auf 22:23 heran (51.) Als dann aber Yogi Glas traf und Grieb eine Strafzeit kassierte, machten die Södeler den Sack zu. 4 Tore in Folge – das letzte durch den starken Johannes Glas in der 56. Minute – brachten das 28:22 und somit die Vorentscheidung. Am Ende ein verdienter Södeler Sieg in einem spannenden Derby. Die Griedeler mussten einsehen, dass eine starke Viertelstunde alleine nicht reicht, um in Södel zu punkten.
TSV Södel: Malik und Hastermann im Tor, A. Böhland (3/2), Lind (6), Hofmann (7), Tauchmann, Walter, Witzenberger (3), Glas (5/1), Pommerening, Mager (1), Schiller (1), M. Böhland (2), Roth (1)
TSV Griedel: Bonn und Kresse im Tor, Grieb (7),V. Nuratine, Leister (1), A. Nuradini (2/2), Bambey (1), Müller (3), Stolte (1), Weiß (5), Schreurich (6), Kopf, J. Stolte
Siebenmeter: 3/2 – 3/1 Strafzeiten: 4-6
