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29:33-Niederlage bei den Raubrittern

Nach den deftigen Auswärtsschlappen der letzten Wochen präsentierte sich der TSV am Samstag in Münzenberg verbessert. Zählbares sprang aber nicht dabei heraus und am Ende unterlag man der HSG Münzenberg/Gambach mit  33:29. Erwähnenswert die 10 Tore von Andy Böhland mit einer für Södeler Verhältnisse seltenen, 100%igen Siebenmeterquote bei 7 Strafwürfen.

Natürlich ein besonderes Derby mit viel Gesprächsstoff, stehen doch auf Södeler Seite mit Bernd und Lukas Walter zwei gebürtige Münzenberger. Allgemeines Kopfschütteln löste allerdings der flache Kommentar über den  Castor-Transport in der Vorberichterstattung in der heimischen Presse aus. Solche Witze über den Einsatz von Polizisten sind überflüssig.

Das Spiel erinnerte die Södeler dagegen anfangs an die letzten Auftritte in fremden Hallen. In den ersten Minuten ging im Angriff gar nichts zusammen. Technische Fehler und leichtfertige Ballverluste prägten die Södeler Anfangsminuten. Die Gastgeber ließen sich die Chancen auch nicht entgehen und führten nach 10 Minuten bereits 8.2. Bernd Walter stellte dann schon um. Bastian Lind traf zum 3:8. Und als Dominik Malik parierte verkürzten Hofmann und Glas auf 5:8 (15.). Jetzt lief es im Södeler Angriff bessert- aber die Abwehr litt jetzt. Weil aber auch die Münzenberger Defensive nicht richtig bei der Sache war, wurde die Begegnung zusehends torreicher. Allerdings ließen die Münzenberger ihre Gäste lediglich auf 3-4 Tore herankommen. Wie so oft in den letzten Wochen liefen die Södeler also ihrer verschlafenen Anfangsphase hinterher. Hofmann verkürzte so auf 8:11 (23.) und Mager auf 10:14. Zum Ende der ersten Hälfte hätten es die Gäste noch spannender machen können. Aber anstatt weiter zu verkürzen, kassierte man in zweifacher Überzahl das 17:12 durch Reindl. Andy Böhland verkürzte dann noch per Strafwurf auf den 13:17 Halbzeitstand.

Die Torhüter hatten in der ersten Hälfte auf beiden Seiten nicht ihren besten Tag. Stefan Mappes stellte dann den jungen Schindowski ins Münzenberger Tor. Und weil der wenigstens eine Handvoll Bälle hielt, avancierte er fast zum Matchwinner. Denn die Södeler hatten jetzt stellenweise mehr vom Spiel, ohne den Rückstand aber nennenswert verkürzen zu können. Mager und Lind taten dies zwar zum 18:21,  prompt warfen Metzger und Boller die Gastgeber wieder 24:19 in Front (42.). Wenig später traf auch Reindl wieder – natürlich wieder bei Södeler Überzahl. Dann traf erst Lukas Walter „zu Hause“ zum 23:27 und Markus Ohly ließ den 24. Södeler Treffer folgen (50.). Die Partie war aber also noch nicht entschieden. Nachdem Andy Böhland aber seinen 7. Siebenmeter zum 27:30 versenkte (58.) und die Södeler jetzt alles auf eine Karte setzten, machten Schäfer (2) und Metzger mit ihren Toren zum 33:27 den Sack zu. Die Tore von Lind und Mager waren dann nur noch für die Galerie.

Für Södel war in Münzenberg mehr drin. Mit einer schwachen Anfangsphase mit einer mangelhaften Chancenauswertung stand man sich aber wieder einmal selbst im Weg. Am Ende war  der Sieg der Gastgeber verdient, weil die Münzenberger einfach weniger Fehler machten.

HSG Münzenberg/Gambach: Schindowski und Langsdorf im Tor, Ratz (2), Brückel (5), Reindl (4), F. Großmann (7/6), Häuser (4), Boller (3), Schäfer (3), M. Metzger (1), T. Metzger (2), Biermann (1), Mogk (1)

TSV Södel: Malik und Hastermann im Tor, A. Böhland (10/7), Krahn, Lind (4), Hofmann (4), Tauchmann, Walter (2), Witzenberger (1), Glas (3), Ohly (1), Mager (3), M. Böhland (1)

Siebenmeter: 6/6 – 7-7                Strafzeiten: 3-1